Therapiebereiche

Unser Team behandelt ganzheitlich!

Sporttherapie

Die Therapie findet auf Grundlage des neuesten wissenschaftlichen Standes statt. Es wird eine Mischung aus klassischen Bewegungsarten sowie Trendsportarten angeboten. Die Therapie findet viel draußen statt, vor allem direkt am Meer, wo der Effekt des Reizklimas am größten ist.

Kernaufgaben

Individuell angepasste Trainingspläne und Trainingsempfehlungen für zu Hause sowie der Kontakt mit Nachsorgeprogrammen gehören zu den Aufgaben der Sporttherapeut*innen.

Unter diagnosespezifischer, altersgerechter und individueller Anpassung der Therapieziele trägt die Sporttherapie einen wichtigen Teil der nachhaltigen Verbesserung des Gesundheitszustandes der Patient*innen bei.

Kernziele

  • Verbesserung der konditionellen Fähigkeiten (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination)
  • Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems und Entgegenwirken von Zivilisationskrankheiten, wie Haltungsschäden oder Adipositas.
  • Stärkung der Lunge, indem die Atemmuskulatur gestärkt wird, die Atemökonomie und Belüftung sich verbessert und somit die Lungenfunktion deutliche Verbesserungen zeigen kann.
  • Lebenslange Freude und Akzeptanz beim Sport
  • Team-Erfahrungen, Wille, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen
  • Spaß an der Sporttherapie – Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist auf diesen Bereich ein großer Fokus zu legen und die funktionellen Zielsetzungen werden spielerisch mittrainiert.
  • Stärkung der Selbstwirksamkeit, des Selbstbewusstseins und des Selbstvertrauens

Physiotherapie

Die Physiotherapie der Fachklinik Satteldüne blickt auf eine lange Tradition in der Behandlung von Atemwegserkrankungen zurück. Als eine der ersten Rehabilitations-Kliniken haben wir in den 80er Jahren begonnen, CF-Patient*innen zu behandeln. Damals löste die Technik der Autogenen Drainage das bis dahin übliche Abklopfen der Patient*innen ab und gab ihnen so die Möglichkeit, autogen, also selbstständig, ihre Sekretdrainage durchzuführen. Diese spezielle atemphysiotherapeutische Technik ist auf alle Patient*innen mit schweren Lungenerkrankungen (mit Sekretretention) übertragbar. Das physiotherapeutische Team ist dafür und auch für die Breite der Kinder- und Jugendtherapie entsprechend hoch spezialisiert. Folgende Fort- und Weiterbildungen tragen zur umfassenden Patient*innenversorgung bei:

Qualifikation

  • Asthma-Trainer
  • Autogenes Training
  • Bobath (Kinder)
  • CF-Trainer
  • Craniosacrale Therapie
  • Fußreflexzonentherapie
  • Fortgeschrittenen-Kurs „Physiotherapie bei chronischen Lungenerkrankungen und Mukoviszidose“
  • Grundkurs „Physiotherapie bei chronischen Lungenerkrankungen und Mukoviszidose“ des Mukoviszidose e.V.
  • Kurs „Autogene Drainage“ nach Jean Chevallier
  • Manuelle Therapie, auch nach Typaldos
  • Motivierende Gesprächsführung
  • Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen
  • Psychomotorik
  • Reflektorische Atemtherapie
  • Rückenschule
  • Triggerpunkt-Therapie
  • Yoga

Physikalische Therapie

Die Behandlung der Diagnosen Adipositas, Asthma bronchiale und Psychosomatik erfolgt in der Physikalischen Therapie nur in Ausnahmefällen bzw. zur Therapie einer Nebendiagnose (z.B. Massage bei akuten Schulter-/Nackenproblemen, Bäder bei psychosomatischen Erkrankungen, Kopfschmerzen und Migräne).

Vorgabe

Ziele

Die Zielsetzung der Behandlung von Patient*innen und begleitenden Eltern entspricht den Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft Neurodermitis–Schulung e.V. In der Physikalischen Therapie wird die Balneotherapie (Bädertherapie) angewandt.

  • Unterstützung und Beschleunigung des Heilungsprozesses der Haut, je nach Befund
  • Durchblutungsförderung und Anregung der Zellregeneration der Haut
  • Linderung des Juckreizes und gleichzeitige Stressreduktion
  • Muskelentspannung
  • Linderung von Schmerzen
  • Kennenlernen und gleichzeitige, regelmäßige Anwendung von neuen medizinischen Badezusätzen
  • Austausch über verschiedene Behandlungsverfahren

Ernährungstherapie

Die Ernährungstherapie richtet sich an alle Menschen, wenn eine Änderung ihrer Ernährung der Gesunderhaltung dient. Die Ernährungssituation sollte unter Einbeziehung medizinischer, psychosozialer und pädagogischer Aspekte und nach einem individuellen Behandlungskonzept verbessert werden.

Vorgabe

Bei Kindern

Mit einer standardisierten Allergiediagnostik sichern wir die Ernährungsempfehlungen unserer Patient*innen und nach dem Grundsatz „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ verfolgen wir außerdem das Ziel, Menschen mit Nahrunsgmittelunverträglichkeiten so weit als möglich in die Gemeinschaftsverpflegung zu integrieren.

Das Thema Kinderernährung ist vor allem in Bezug auf die Ernährungserziehung ein wichtiges Thema für die Eltern, auf welches wir unterstützend eingehen. Das ernährungstherapeutische Angebot beinhaltet Einzelberatungen, altersspezifische Schulungen, Begleitung bei den Mahlzeiten, Mahlzeitenzubereitung in der Praxis und die Durchführung von Nahrungsmittelprovokationen.

Psychotherapie

Das Team der Psychotherapie unterstützt bei (krankheitswertigen) psychischen Problemfeldern. Wir arbeiten eng mit den Begleitpersonen als Expert*innen für ihr Kind zusammen, und versuchen gemeinsam Lösungs-, Umgangs- und Veränderungsmöglichkeiten zu finden und Impulse für die weiterführende Arbeit am Heimatort zu erarbeiten. Mit den Patient*innen gemeinsam bauen wir die familiären Stärken und Möglichkeiten aus und entwickeln neue Ideen und Perspektiven im Umgang mit Schwierigkeiten.

Hierzu bieten wir nach Verordnung durch den hier betreuenden ärztlichen Dienst Einzeltherapien für die Patient*innen sowie die Bezugspersonen an. In diesen orientieren wir uns an den individuellen Fragestellungen und Themen der Familie und geben einen geschützten Raum für Gedanken und Gefühle.

Therapiespektrum

  • Kinder- und Jugendpsychotherapie, Schwerpunkt Verhaltenstherapie
  • M.A. Psychosoziale Therapie und Beratung
  • Dipl.- Pädagogik
  • Erwachsenenpsychotherapie
  • Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie
  • Systemische Supervision
  • Körpertherapie
  • Hypnotherapie
  • Anwendungskurs Autosystemhypnose
  • Seminarleiter Progressive Muskelrelaxation und Autogenes Training
  • Seminarleiter „Multimodales Stresskompetenztraining“
  • Ressourcenorientierte Beratung (Deutsche Psychologen Akademie)
  • Lerntherapie
  • Entwicklungspsychologische Beratung
  • Videogestützte Diagnostik von Mutter-Kind-Interaktionen
  • DBT-Skills-Gruppentraining

  • Motivierende Gesprächsführung
  • Deeskalation (Mediation)
  • Soziale-Kompetenzen Training
  • Trauma-Pädagogik
  • Sexualprävention
  • Suchtprävention
  • Kinderschutz
  • Grundausbildung Traumatherapie
  • Grundausbildung Gesprächspsychotherapie
  • Fortbildungen Nichtsuizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV), Puppenspiel, Professional Assault Training (PART; Deeskalationstraining Psychiatrie), Training sozial unsicherer Kinder, Training aufmerksamkeitsgestörter Kinder, Trauerbewältigung bei Kindern
  • Onlinetraining NSSV, Kindeswohlgefährdung, Trauma fokussierte kognitive Verhaltenstherapie (Tfk-VT)

Psychologie

Der Schwerpunkt der psychologischen Tätigkeit basiert auf der Grundlage eines ganzheitlich, ressourcenorientierten Behandlungsansatzes. Die Verbesserung bzw. Stabilisierung des Befindens und der Lebensqualität der Patient*innen und ihrer Familiensysteme durch psychische Satbilisierung, Identifikation und Aktivierung von Ressourcen wie auch die Stärkung des Selbstwertes und der Selbstwirksamkeit sind hierfür wesentliche Aspekte des Krankheitsmanagements.

Diagnostik

Ziel

Durch eine psychologische Diagnostik können krankheitsbedingte sowie krankheitsaggravierende Störungen und Probleme identifiziert werden und so Inidkationskriterien für mögliche weitere psychologische Interventionen vor Ort oder im häuslichen Umfeld ermittelt werden.

Neben psychologischer Anamnese, Bedingungsanalyse und Verhaltensbeobachtung, stets im interdisziplinären Austausch und Abgleich, kann hier im Einzelfall der Einsatz testdiagnostischer Verfahren erforderlich sein. Eine weitergehende und umfassendere testpsychologische Diagnostik oder auch Behandlung und Nachsorge, werden im Bedarfsfall wohnortnah vermittelt.

Die nachhaltige Förderung der Therapieadhärenz unterstützt das Ziel den Patient*innen trotz ihrer krankheitsspezifischen Belastungen die auch langsfristig größtmögliche Autonomie und Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Der/die Patient*in wird dabei in den Kontext seines familiären und sozialen Systems gestellt.

Behandlungsansätze:

Nach individueller ärztlicher Indikation:

  • Altersdifferenzierte Rehabilitanden- sowie Begleitpersonenschulungen auf verhaltensmedizinischen Grundlagen zu den Hauptdiagnosen Mukoviszidose, Asthma bronchiale, Neurodermitis und Adipositas nach den anerkannten Schulungskonzepten
  • Psychologische Einzelinterventionen (z.B. gesprächspsychotherapeutisch, verhaltentherapeutisch sowie systemisch orientiert)
  • Familien- und Angehörigengespräche (anhand der ganzheitlichen, systemisch-familientherapeutischen Orientierung)
  • Krisenintervention (bei akuten Belastungszuständen)
  • Themenzentrierte Interaktion
  • Psychoedukative Gruppenangebote zu aktuellen, patient*innenzentriert definierten Themen (z.B. ressourcenorientierte Selbstwertsteigerung)
  • Problemorientierte individuelle Verhaltensbeobachtung der Eltern-Kind-Interaktion
  • Individuelle Einführung in Methodik und Durchführung von Entspannungstechniken
  • Entspannungstraining in der Gruppe für Begleitpersonen
  • Nichtraucher-Training in Gruppen für Rehabilitanden sowie Begleitpersonen
  • Spieltherapeutische Ansätze

Ergotherapie

Die ergotherapeutische Gruppenbehandlung ist fester Bestandteil der Psychosomatik und Sprach- und Sprechtherapie. Sie findet einmal in der Woche statt und arbeitet im gruppentherapeutischen Setting an den individuellen Zielen. Innerhalb der Gruppen ist ein wichtiger Bestandteil die Bewegung, sowie die kreative und handwerkliche Betätigung.

Zur Förderung der Sensomotorik kommen alle unter vierjährigen Kinder mit Ihren Begleitpersonen zur Ergotherapie-Gruppe.

Individuell

Zielsetzung

Bei Bedarf kann auch auf individuelle Fragestellungen und Betätigungsschwierigkeiten durch Beratungsgespräche eingegangen und bei Bedarf mit Einzeltherapie behandelt werden.

Das übergeordnete Ziel ist immer die größtmögliche Handlungskompetenz und im Zusammenhang damit die größtmögliche Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit des*der Patient*in zu erlangen.
Die Behandlungsziele werden gemeinsam mit dem*der Patient*in, Angehörigen und dem Team individuell erarbeitet und sind stets an den aktuellen Entwicklungsstand des*der Patient*in angepasst.

Angebote

  • Förderung von grob- und feinmotorischen Fähigkeiten, Koordination und Gleichgewicht
  • Förderung von Körper- und Sinneswahrnehmung, sensorische und bilaterale Integration
  • Förderung von kognitiven, kommunikativen Fähigkeiten
  • Förderung von Konzentration und Ausdauer
  • Förderung von Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Verbesserung der Frustrationstoleranz
  • Förderung von sozio-emotionalen Kompetenzen (Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Selbstwirkungsbewusstsein)
  • Integration des Kindes in Familie und Umwelt, Kommunikation und Interaktion innerhalb der Familie
  • Förderung der Therapiemotivation des chronisch erkrankten Kindes
  • Abbau von Stress bzgl. der chronischen Erkrankung, Entspannung
  • Förderung der Wahrnehmungs-, sozialen und handwerklichen Kompetenzen
  • Förderung kreativer Ressourcen
  • Erprobung der Belastbarkeit
  • Wahrnehmen und Äußern von Gefühlen, Bedürfnissen und Grenzen
  • Stärkung des emotionalen Ausdrucks und des Selbstwertgefühls
  • Antiperfektionismus-Training
  • Aufbau positiver Aktivitäten, Umlenkung der Gedanken
  • Abbau von Stress und Entspannung

Musiktherapie

„Musiktherapie ist der gezielte Einsatz von Musik im Rahmen der therapeutischen Beziehung zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit.“

Sie wird in der Fachklinik Satteldüne als wissenschaftlich fundierte therapeutische Behandlungsform in Einzel-, Gruppen- und Familiensettings praktiziert.

Der klinikeigene Musikraum ist mit unterschiedlichstem Intrumentarium für den Einsatz in der aktiven und rezeptiven Musiktherapie ausgestattet.

Ziel

Musiktherapie ist eine ressourcenorientierte Therapieform und baut auf den tatsächlich vorhandenen Möglichkeiten des/der Betroffenen auf. Ziel ist es, mit Hilfe von Musik Erfahrungen zu machen, aus denen Alternativen zu gestörten Verhaltensweisen entwickelt, geübt und dann später in den Lebensalltag integriert werden können. Zielsetzungen werden hierbei prozessorientiert erreicht.

Die Kernziele der Musiktherapie

  • Stärkung der Ressourcen
  • Förderung der Selbstwahrnehmung (körperlich und emotional)
  • Förderung der Integration auditiver, visueller, haptischer, kinästhetischer Wahrnehmungen
  • Entwicklung von Selbstwertgefühl, Selbstakzeptanz und Selbstständigkeit
  • Förderung der Selbstwirksamkeit
  • Entwicklung der Bereitschaft und Fähigkeit, Verantwortung für sich selbst und die Mitwelt zu übernehmen
  • Aufarbeitung biografischer Probleme und sozialer Konflikte
  • Erweiterung der psychosozialen Kompetenzen
  • Entfaltung von schöpferischen Fähigkeiten: Kreativität und Ausdruckskompetenz
  • Ziel- und Sinnfindung
  • Erfahrung, Akzeptanz und Umgang eigener Grenzen und derer von anderen
  • Erlernen und Akzeptanz von (Spiel-)Regeln
  • Erlernen von Grundkompetenzen des Lernens: Interesse, Konzentration, Ausdauer, Geduld und Frustrationstoleranz
  • Stärkung der Eltern im Umgang mit der chronischen Krankheit (und den Folgeerscheinungen)
  • Stärkung der erzieherischen Kompetenz der Eltern
  • Erleben und Erlernen einer kontaktvollen, gesunden Beziehung zwischen Eltern und Kindern

Qualifikationen

  • Dipl. Rhythmik
  • Gestalt-Musiktherapie (IGG Berlin)
  • Musikimaginative Methoden (IMIT)
  • Peter Hess – Klangmassagepraktik
  • „Trommelpower – Gewaltprävention und soziale Integration mit Musik“
  • Positive Gesprächsführung mit Patient*innen

Pflege

Im Bereich der Pflege wird die praktische Umsetzung mit den Kindern, Jugendlichen und zum Teil mit den Begleitpersonen (Co-Therapeuten) nach den entsprechenden Leitlinien (u.a. Deutsche Atemwegsliga e.V., AGNES e.V., Muko e.V.) gelehrt.
Desweiteren ist die Pflege die Schnittstelle zwischen den einzelnen Fachbereichen der Fachklinik Satteldüne. Die Pflegekräfte sind alle examinierte Pflegefachkräfte und arbeiten im Drei-Schicht-System auf den unterschiedlichen Stationen der Fachklinik.

Therapien

  • spezielle Verbände mit Anleitung im Rahmen der Neurodermitistherapie
  • Inhalationsanleitung und -kontrolle sowie Peak-Flow-Anleitung nach Leitlinien der Deutschen Atemwegsliga
  • Anleitung zur Selbstständigkeit in den jeweiligen Diagnosen
  • supervidiertes Essen der Mukoviszidose-Patient*innen und deren Begleitpersonen nach den Standards der Leitlinien
  • Schulungen: Creme-Schulung nach Neurodermitiskonzept, „Das kranke Kind“ (Vermittlung von Basiswissen im med. Bereich für Begleitpersonen), Hygieneschulung (CF)

Ziel

Die Rehabilitanden selbst – und gegebenenfalls deren Co-Therapeut*innen (Begleitpersonen) – in den Anwendungen Hilfestellungen und Unterstützung bieten und die Selbstständigkeit in den Therapien fördern, so dass die Rehabilitand*innen ihre Therapien gut zu Hause fortsetzen können.

Kunsttherapie

Die ressourcenorientierte Kunsttherapie in der Rehabilitation an der Fachklinik Satteldüne soll bei chronisch erkrankten Kindern und Jugendlichen Resilienz fördern und die Lebensqualität der Betroffenen durch Verdeutlichung von Selbstwirksamkeit erhöhen.
Die Grundlage bildet der Gestaltungsvorgang: während des Gestaltens sind wir mit unseren Gedanken, Gefühlen, Wahrnehmungen und Empfindungen im Erlebniskontakt. Im Gestaltungsprozess kommen die unterschiedlichsten Materialien und Medien zum Einsatz, z.B. Aquarellfarben, Hochdrucktechniken, Fotografie, Schablonentechnik, Collage und die skulpturale Arbeit mit Naturmaterialien. Auch eine Mischung der Medien ist möglich. Gearbeitet wird mit den unterschiedlichsten kunsttherapeutischen Verfahren und Interventionen z.B. narrativen oder dialogischen Übungen.
Kunsttherapie wirkt in der Rehabiltation präventiv im Sinne der Salutogenese. Als eine weitere alters- und entwicklungsgerechte, ganzheitlich ausgerichtete Therapieform unterstützt sie den Rehabilitations- und Therapieprozess und kann so eine Steigerung des Rehabilitationserfolges ermöglichen.

Möglichkeiten

Im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme bietet Kunsttherapie den Kindern und Jugendlichen unter anderem die Möglichkeit:

  • die eigene Kreativität zu entfalten und Spaß und Freude am kreativen Gestalten zu finden
  • mit Farben und Materialien zu experimentieren
  • sinnesbasierte, ästhetische Erfahrungen zu sammeln, die sinnliche Wahrnehmung auszubilden
  • Ressourcen und Resilienzkräfte zu aktivieren
  • Selbstvertrauen aufzubauen, Selbstwirksamkeit zu spüren
  • mit neuen Strategien der Entscheidungsfindung und der Problembewältigung zu experimentieren
  • zur Reflexion und Reorganisation
  • Gefühlen Ausdruck zu verleihen (Aktion von innen nach außen)
  • kommunikative Fähigkeiten zu fördern und Beziehungskompetenzen zu entwickeln
  • Konzentration und Ausdauer zu üben, Frustrationstoleranz zu stärken
  • Therapiemotivation zu steigern
  • Achtsamkeit durch präsent sein zu üben, den Augenblick zu erleben
  • einen Ruhepol, teilweise auch eine Energiequelle zu finden in den mitunter auch fordernden Wochen in der Rehabilitation

Pädagogik

Den Eltern und Begleitpersonen der rehabilitierenden Kindern und Jugendlichen kommt während des Rehabilitationsprozesses eine besondere Rolle zu. Sie unterstützen die Rehabilitierenden als Co-Therapeut*innen vor Ort und/oder begleiten die Vor- und Nachbereitung des Reha-Aufenthaltes und den Lernprozess in Bezug auf das Krankheitsbild.

Das pädagogische Team setzt sich regelmäßig intensiv mit der Situation der Eltern und Begleitpersonen auseinander und ist geschult, individuell auf die besondere Situation der Alltagsbewältigung, der emotionalen Probleme während des Behandlungsverlaufs, der Zukunftsperspektiven und existenziellen Sorgen um die Gesundheit und das Leben einzugehen.

Grundsatz

Der Umgang mit den Eltern und Begleitpersonen ist entsprechend unserer pädagogischen Grundhaltung wertschätzend und auf Augenhöhe. Wir stehen mit dem Angebot unserer Fachkompetenz unterstützend zur Seite und nutzen die Möglichkeiten der interdisziplinären Zusammenarbeit der Fachklinik Satteldüne, um den Rehabilitationsverlauf bestmöglich zu begleiten.

Teams

Das pädagogische Team achtet auf eine professionelle Beziehungsarbeit. Hierzu gehört es, sich in Beratungssituationen als Fachkraft mit der persönlichen Meinung zurück zu nehmen, stattdessen zu vermitteln, Optionen aufzuzeigen und die Entscheidungen den Eltern und Begleitpersonen zu überlassen, sowie auf ein angemessenes Nähe-/Distanzverhalten zu achten.


Jede pädagogische Abteilung legt großen Wert auf eine gute Beziehungsgestaltung zu den Eltern und Begleitpersonen.

Pädagogischer Bereich für Kinder mit Begleitung

Lütt Kinderhüs

Das pädagogische Team des Lütt Kinderhüs schafft jeweils altersentsprechend viel Raum für Kontakt- und Gesprächsmöglichkeiten mit den Begleitpersonen.

  • Elterninformationsgespräch zu Beginn des Aufenthalts
  • Gepräche und Informationsaustausch während der Eingewöhnung
  • Bring- und Abholsituationen
  • Tür- und Angelgespräche
  • Erreichbarkeit für organisatorische Belange und individuelle Absprachen während der Öffnungszeiten persönlich und auch telefonisch
  • Beratungsgespräche (4-Augen-Gespräche)

Villa Fasaneneck

Die Betreuungsstruktur im Fasaneneck gewährleistet den Begleitpersonen die Betreuung ihrer Kinder während Schulungs- und Therapieeinheiten und ermöglicht individuelle Kontakt- und Gesprächsmöglichkeiten mit den Pädagogen.

  • Elterninformationsgespräch zu Beginn des Aufenthaltes
  • Bring- und Abholsituationen
  • Tür- und Angelgespräche
  • Erreichbarkeit für organisatorische Belange und individuelle Absprachen während der Öffnungszeiten persönlich und auch telefonisch
  • Beratungsgespräche (4-Augen-Gespräche)

Naturpädagogik

Das therapeutische Angebot „sinnesorientierte Naturpädagogik“ ist für alle Rehabilitierenden bis zum 4. Geburtstag. Die Kinder nehmen an diesem Angebot gemeinsam mit ihren Begleitpersonen teil. Es beinhaltet kindgerechte Spaziergänge, bei welchen das Wahrnehmen und „Begreifen“ der Natur und der gesundheitliche Nutzen des Reizklimas im Vordergrund stehen. Des Weiteren soll dieses Angebot die Bindung zwischen Kind und Begleitperson stärken und den Begleitpersonen untereinander die Möglichkeit bieten, unterstützende Netzwerke zu bilden. Gleichsam werden somit pädagogisch wertvolle Anregungen für die eigene Freizeitgestaltung in der Natur vermittelt. Die pädagogischen Fachkräfte halten thematisch ein diverses Angebot an geleiteten Spaziergängen vor, welches je nach Jahreszeit und Wetterlage und Rehabilitierenden individuell angepasst wird.

Pädagogischer Bereich für alleinreisende Rehabilitierende

Der Fokus der pädagogischen Arbeit liegt auf der Verselbstständigung der Kinder und Jugendlichen, die Eltern- und Begleitpersonenarbeit findet dadurch wie folgt statt:
Der erste Kontakt ca. 14 Tage vor der Anreise findet in Form eines telefonischen Vorgesprächs statt. Hierbei werden:

  • Organisatorische Fragen geklärt
  • Fragen der Eltern beantwortet / Sicherheit vermittelt
  • Räume geschaffen für individuelle / aktuelle Themen und Sorgen der Eltern und Rehabilitierenden

Ebenso entsteht hierbei ein wechselseitiger erster Eindruck der pädagogischen Arbeit und pädagogischen Haltung sowie der Familiensituation.

Persönlich

  • Kontakt kann bei der Anreise entstehen, ein Teil des Teams kann kennengelernt werden
  • Besuche mit Gesprächen / Beratung während des Rehabiltationsaufenthalts
  • Kontakt bei Abreise des Kindes in Dagebüll

Telefonisch

  • Bei besonderen Situationen: Heimweh, Konflikte, besondere Ereignisse
  • Klärung von Abreisemodalitäten, Unterlagen etc.
  • Kommunikation ist jederzeit durch wechselseitige Kontaktaufnahme möglich

Besonderheit

Die Intensität des Elternkontakts variiert individuell je nach Bedarf, Alter, Entwicklungs- und Rehabiltationsverlauf des Kindes. Als pädagogische Fachkräfte verstehen wir uns als Kommunikationsschnittstelle zwischen den Eltern / Begleitpersonen und den Therapeuten, die am Rehabilitationsprozess des Kindes oder Jugendlichen beteiligt sind.

Berufsberatung

Im Sinne des ganzheitlichen Ansatzes, bietet die pädagogische Abteilung der Fachklinik Satteldüne für alle alleinreisenden Rehabilitierenden eine Berufsberatung an. Hierbei handelt es sich um eine ca. 30 minütige Beratung. Es wird mit Blick auf das entsprechende Krankheitsbild der individuelle Berufswunsch besprochen, bei Bedarf mögliche Alternativen aufgezeigt und Informationen zur Berufswahl, dem Berufseinstieg / Ausbildungsmarkt / Bewerbungen und Unterstützungsangeboten weitergegeben. Ziel dieses Angebots ist es, die Rehabilitierenden in der Berufswahl zu unterstützen und auf diesen Prozess vorzubereiten.

Sozialkompetenz-Training

Wir definieren soziale Kompetenz als die Fähigkeit, die eigenen Ziele und Bedürfnisse zu erkennen und in der sozialen Interaktion die Bedürfnisse der Anderen zu berücksichtigen und zu respektieren. Dieser Prozess wird im Stationsalltag täglich gelebt, es findet eine ständige Forderung und Förderung dieser Kompetenz statt. Die Jugendlichen werden dabei von den Mitarbeiter*innnen durch individuelle pädagogische Beziehungsarbeit unterstützt. Um konkrete Impulse zu setzen, wird das Sozialkompetenz-Training angeboten. Dies wird als verpflichtender Termin mit allen alleinreisenden Jugendlichen im Abendprogramm durchgeführt und findet wöchentlich als therapeutische Leistung statt.

Pädagogische Gruppenförderung

Die „pädagogische Gruppenförderung“ ist ein gesonderter pädagogischer Anteil des psychosomatischen Behandlungskonzepts für Rehabilitierende mit psychosomatischem Krankheitsbild der Alleinreisenden-Station.
Die Gruppengröße ist auf maximal 10 Teilnehmende ausgelegt und wird kontinuierlich von zwei vorher festgelegten pädagogischen Fachkräften der Station betreut.


Inhaltlich wird auf die jeweilige Gruppe eingegangen, so kann z.B. ein Projekt entstehen oder es können einzelne Aktionen durchgeführt werden. Die Alleinreisenden können so pädagogisch betreute soziale Erfahrungen machen und sich positiv als Teil einer Gruppe erleben. Sie können mit zunehmender Sicherheit das Vertrauen in sich und ihre Fähigkeiten wieder aufbauen oder verstärken und dabei auch spielerisch üben, z.B. angstauslösende Situationen zu bewältigen. Die im Verlauf gefördert wachsende Vertrautheit innerhalb der Gruppe, begünstigt diese Entwicklung und bereitet den Alltagstransfer vor.

Sozialpädagogik

Der sozialpädagogische Dienst bietet diverse Einzel- und Gruppenberatungen an. Diese können von Rehabilitierenden und deren Begleitpersonen eigenständig angefragt werden oder als Teil der Therapie vom behandelnden Arzt verordnet werden.

Sozialpädagogische Beratung

Die Fachkräfte des pädagogischen und sozialpädagogischen Dienstes bieten den Rehabilitanden sowie deren Begleitpersonen und Familienangehörigen bei Bedarf eine individuelle Beratung an.

Das Beratungsangebot umfasst folgende lösungsorientierte Hilfemaßnahmen:

  • Informationen in sozialen Fragestellungen
  • Vermittlung an spezialisierte Fachstellen am Heimatort, bzw. im Rahmen einer Nachsorge
  • Orientierungshilfe im Rehabilitationsverlauf
  • Entscheidungshilfe zur eigenverantwortlichen Bewältigung und Stabilisierung der persönlichen, familiären und wirtschaftlichen Verhältnisse in schwierigen Lebenssituationen
  • Erziehungsberatung
  • Elterninformationsgespräch mit Vorstellung des sozialpädagogischen Dienstes zu Beginn des Aufenthalts
  • Begleitung und Unterstützung im Rehabilitationsalltag
  • Anträge für Verdienstausfall/Aufenthaltsbescheinigungen
  • An- und Abreiseorganisation
  • Sozialrechtliche Beratung (SBA, Pflegegrad)

Die Beratung kann kurzfristig, selbstständig beim sozialpädagogischen Dienst angefragt oder über die wöchentliche ärztliche Visite terminiert werden. Die Beratung findet vertraulich und in geschütztem Raum statt.

Elternkurse für Erziehungsfragen

Der Elternkurs für Erziehungsfragen hat zum Ziel, den erwachsenen Begleitpersonen Wissen zu relevanten Erziehungsthemen zu vermitteln und einen Raum für elterlichen Austausch unter fachlicher Moderation zu bieten. Der ganzheitliche Ansatz zum Umgang mit Problemsituationen in der Erziehung, auch in Betracht auf die Erkrankungen erzielt therapeutische Wirksamkeit. Die Erziehungsberechtigten sollen zu einer gefestigten Erziehungskompetenz geführt werden, neue Perspektiven erarbeiten und Sicherheit in Bezug auf auftretende Erziehungsproblematiken erhalten.

Hierzu hält der Elternkurs drei Schulungsteile von je 60 Minuten vor, die inhaltlich voneinander unabhängig, sich jedoch ergänzend konzipiert sind. Es werden fachliche Anreize vorgetragen und anschließend als Gesprächs- und Diskussionsgrundlage genutzt. Weiterhin werden individuelle Probleme und Fragestellungen exemplarisch aufgegriffen und im Austausch und durch Expertenrat alltagsnahe Lösungsansätze erarbeitet.